Das Geschäft mit der Sicherheit

 12.500 IT-Unternehmen davon
410 für IT-Sicherheit,
aber noch mehr Geschädigte

Neue Firmen, neue Zahlen, neue Geschädigte

WD11

Auch in diesem Jahr sind die IT-Firmen, welche sich auf Sicherheit spezialisieren, wieder wie die Pilze aus dem Boden geschossen. Ein neuer Konzern hat sich dabei auch mit enormen Werbeaufwand in die Aufmerksamkeit der Konsumenten geschlichen und es war daher wert, dort einiges zu hinterfragen. Letztlich aber war es, wie üblich, eine der schon bekannten Vorgangsweisen im Umgang mit dem Kunden. Konkrete Angebote gab es in keinem einzigen Fall, sondern lediglich die Auskünfte, dass man die laufenden Kosten nur bei genauem Bedarf berechnen könne. Natürlich kann man langjährige Verträge mit Monatszahlungen abschließen, die pauschal eine gewisse Wartung einschließen. Eine Sicherheitsgarantie ist das aber natürlich nicht. Müßig zu erwähnen, dass 98 % der angebotenen Dienstleistungen für die Windows-Plattform gegolten haben. Mehrere Tausend Euro Jahreskosten müsse man aber in jedem Fall einkalkulieren. Sicherheit muss ja auch etwas wert sein. Das ist typisch für diese Unternehmen.

Es sind die Auswüchse dieser Art der Geschäftemacherei, indem man mit der Angst der Kunden hausieren geht, um damit viel Geld zu verdienen. Natürlich müssen hochsensible Daten geschützt werden, aber die jährlich steigenden Zahlen der Schäden bei den Kunden zeigen eindeutig, dass es mit der angebotenen teuren Sicherheit nicht weit her ist. Und man vergisst geflissentlich zu erwähnen, dass viele der Schäden nicht alleine durch Firewalls und Software abzuwehren sind, sondern der Großteil durch nicht ausgebildete Angestellte verursacht wird. Wer aber doch daran denkt, bietet dann Ausbildungen in Preisklassen an, die einem die Zornesröte ins Gesicht treiben.

Laut letzten Erhebungen gibt es alleine in Wien 12.500 IT-Dienstleister, davon sind 410 Betriebe auf IT-Sicherheit spezialisiert. Und trotzdem gibt es immer wieder Ausfälle bei Unternehmen durch Schadsoftware oder Phishing in Millionenhöhe. Keine Hackerangriffe, wie immer behauptet wird. Schäden, die mit einfachsten Mitteln und ohne teure Serviceverträge verhindert werden könnten. Aber wer möchte das schon? Es ist doch viel besser für das Geschäft, im Nachhinein bei der Wiederherstellung der Daten sein Geld zu verdienen. Den „verhindern“ der Schäden bringt einfach nichts.

Einmal darüber nachdenken.

 

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